The story so far...

Im Laufe des Jahres 1992 reifte in den Köpfen von Tengel und Squitt die Idee eine Oi!-Band zu gründen. Wir waren zum einen angeödet von dem was die Musikszene unserer Gegend zu bieten hatte, zum anderen hatten wir einfach Lust auch mal selber Musik zu machen. Mit Hahni an der Gitarre und Volker am Schlagzeug war die Band bald komplett. Squitt besorgte das Bass spielen, Tengel den Gesang

Als wir uns dann irgendwann fit genug fühlten, ich glaube es war im März 1993, beschlossen wir einige unserer Werke auf Vinyl zu verewigen. Heraus kam die inzwischen schon legendäre „Unite and Win“ EP, die zu unser aller Verwunderung sehr gut ankam.

Im Herbst 1993 ging es dann in unser aller Leben das erste Mal auf Tour, so richtig Rock ´n´ Roller -mäßig. Wir waren alle ziemlich aufgeregt und ich die meiste Zeit besoffen. Wir spielten mit CONTEMPT, einer alten Band aus England. Tengel hatte den Sänger Stuart mal im Spanienurlaub kennen gelernt und stand mit ihm im regen Briefkontakt. Am 18.9.1993 ging es los. Wir überfielen Ulm, Freiberg, Hagen, Verden und Nürnberg. Als die Woche überstanden war, waren alle heiser, vom Alkohol gezeichnet und froh ins eigene Bett fallen zu können.

In den nächsten Monaten im Proberaum, traten dann untereinander die ersten Spannungen auf. Tengel und Hahni kamen nicht mehr so gut miteinander aus und Volker hatte auch keine große Lust mehr. Die Band drohte zu zerbrechen.  Zu dieser Zeit vermittelte Hahni die Band an Red-Rosetten-Records und es kam unsere zweite EP „Hart auf Hart" auf den Markt. Diese war musikalisch ausgereifter und abwechslungsreicher als unser Debut.

Im März/April 1994 gingen wir wieder mit CONTEMPT auf Tour. Jetzt eskalierten die Spannungen aber, und die Band hielt die Tour nur der Engländer wegen durch. Von einem Auftritt während dieser Tour stammt übrigens auch die „Live in Hagen“-CD, auch auf R.R.Rec.. Als Ersatz für Hahni kam Peter zur Band und wir probten fleißig für das Oi! The meeting-Festival in Lübeck. Aber wie das Schicksal so spielt, verletzte Peter sich kurz vor dem Auftritt an der Hand. Hahni sprang für ihn ein und spielte in Lübeck noch ein letztes mal mit.

Zurück in der Heimat nach einem wirklich geilen Konzert, traf uns der nächste Schlag. Volker wollte auch nicht mehr und damit war auch der Proberaum erledigt. Mit viel Glück fanden wir dann in Uwe einen neuen Schlagzeuger und bald darauf in Rottenburg unseren eigenen Proberaum.

Am 26.8.1995 landeten wir vier in Wien und gaben unsere Ergüsse zum besten. Dies hinterließ, außer beim Publikum, auch bei uns einen solchen Eindruck, das die Idee zur „Wir 4 in Wien" Single geboren war. Kurz darauf (Ende September'94) waren wir auf jeden Fall schon wieder in der Donaumetropole und stellten das neue Lied den Wienern vor. Das gefiel natürlich.

In dieser Zeit fingen wir auch an intensiv an unserer Debüt LP/CD zu arbeiten.
Im brütend heißen Monat Juli ging es dann für 4 Tage ins Marquee-Studio nach Reutlingen. Klaus war wieder in bester Spiellaune mit seinem Saxophon dabei. Wir spielten, sangen und schwitzten unsere Lieder bis am letzten Tag ein kühlendes Gewitter über Reutlingen hereinbrach. Wir sind alle sehr zufrieden mit der LP/ CD und musikalisch haben wir sicher einen großen Schritt nach vorne getan.

Ende November 1995 gingen wir wieder mal in unser Stammstudio in Reutlingen und nahmen 2 Lieder für unsere Weihnachts-Picture Single auf. Hier gingen übrigens 1OO Stück in die USA, wer sich dort sowas anhört, würde uns schon sehr interessieren.

Am 15.12.1995 überfielen wir erneut mit einer italienischen Band, den FUORI CONTROLLO das Epple Haus in Tübingen. Es war unser erstes Konzert als Top-Act.

Was soll man sagen, es hat geklappt. Es kamen genug Leute und alle kamen auf ihre Kosten. Zu dieser Zeit brachte Peter auch immer öfter Sascha zu den Proben mit. Sascha stieg dann auch als zweiter Mann mit Gitarre ein und übernahm das Spielen Ende 1996 ganz als Peter die Band verließ. Er blieb bis zur Auflösung der Band 1998 ein treuer Mitstreiter!

Inzwischen leben die Jungs in ganz Deutschland verteilt ihr Leben…, es sind Väter, Arbeiter, Hausmänner und „Gelehrte“ geworden. Aber alle erinnern sich gerne an die Zeit zurück und hoffen, das die Musik, der wir damals alles geopfert haben, nie ein Ende hat! Vergeßt die Top 10, das was ihr zu sagen habt ist wichtiger! Unterstützt die Szene, kauft die Platten und geht auf die Konzerte, das haben wir auch gemacht, jedes Wochenende, egal wie weit weg es war!!!!!

So viel mal zu unserer wechselvollen Geschichte; zum Schluß sei noch gesagt das die Band politischen Extremismus jeder Art ablehnt und nicht unterstützt hat...!

Tengel, Blanc Estoc
Damals wie Heute!

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